Pseudonymisierung personenbezogener Daten vor der KI-Nutzung · dsgvopwa.at
Beim Pseudonymisieren werden personenbezogene Daten durch Platzhalter ersetzt — aus „Maria Beispiel“ wird etwa „[PERSON_1]“. Die Zuordnung bleibt erhalten, sodass sich der Originaltext später wiederherstellen lässt. Bei einer Anonymisierung ist der Bezug dagegen dauerhaft zerstört. Für die Arbeit mit KI-Diensten ist Pseudonymisierung meist der praktikablere Weg: Der Dienst sieht keine Klardaten, das Ergebnis lässt sich aber wieder auf die echten Namen zurückführen.
Nein. Das Erkennen und Ersetzen personenbezogener Daten läuft vollständig im Browser auf Ihrem Gerät. Weder der Originaltext noch die Zuordnungstabelle werden auf einen Server übertragen. Erst wenn Sie den bereits pseudonymisierten Text bewusst an einen KI-Dienst senden, verlässt dieser — und nur dieser — Ihr Gerät.
Erkannt werden unter anderem Personen- und Organisationsnamen, Adressen und Orte, E-Mail-Adressen und Telefonnummern, IBAN, österreichische Sozialversicherungsnummern, Steuer- und Firmenbuchnummern, ZVR-Zahlen, Akten- und Geschäftszahlen, Kfz-Kennzeichen, Personalnummern, Datums- und Zeitangaben sowie Geldbeträge. Zusätzlich lassen sich eigene Begriffe ergänzen, etwa interne Projektnamen.
Unterstützt werden Word-Dokumente (DOCX), Excel-Tabellen (XLSX), PDF-Dateien, CSV-Tabellen, OpenDocument-Text (ODT), Rich Text (RTF) und einfache Textdateien (TXT). Bis auf PDF kommt dabei jedes Dokument im Ausgangsformat zurück, mit erhaltener Formatierung und ersetzten personenbezogenen Stellen. PDF-Dateien bilden die Ausnahme: Sie werden gelesen, das Ergebnis kommt aber als Word- oder Excel-Datei zurück, weil sich in einem PDF ein Platzhalter abweichender Länge nicht ohne Verschiebungen im Satzbild einsetzen lässt.
Über die Re-Pseudonymisierung. Sie fügen die Antwort des KI-Dienstes ein, und die Platzhalter werden anhand der lokal gespeicherten Zuordnung wieder durch die Originalwerte ersetzt. Da die Zuordnungstabelle nur in Ihrem Browser liegt, kann diesen Schritt niemand sonst durchführen.
Nein, und dieser Anspruch wäre unseriös. Die Erkennung arbeitet mustergestützt und wird laufend gegen einen gelabelten Testkorpus gemessen, kann aber ungewöhnlich geschriebene oder aus dem Kontext erschließbare Angaben übersehen. Prüfen Sie das Ergebnis vor dem Versand an einen KI-Dienst daher immer selbst. Die Anwendung unterstützt datenschutzkonforme Abläufe, ersetzt aber keine Rechtsberatung.
Das Pseudonymisieren selbst funktioniert offline, weil die Anwendung als Progressive Web App installierbar ist und lokal ausgeführt wird. Eine Internetverbindung brauchen Sie nur für Funktionen, die naturgemäß nach außen gehen — etwa das Senden eines Textes an einen KI-Dienst.
Es gibt einen dauerhaft kostenlosen, werbefinanzierten Tarif. Darüber hinaus stehen kostenpflichtige Tarife ohne Werbung und mit erweitertem Funktionsumfang zur Verfügung, außerdem eine Variante für Organisationen mit mehreren Nutzern. Die aktuellen Preise finden Sie auf der Preisseite.
Für alle, die berufsbedingt mit personenbezogenen Daten arbeiten und KI-Werkzeuge nutzen möchten, ohne diese Daten preiszugeben — etwa in Verwaltung, Kanzleien, Steuerberatung, Personalwesen, im Gesundheitsbereich oder in Vereinen. Die Erkennungsmuster sind auf österreichische Gegebenheiten ausgelegt, etwa Sozialversicherungsnummern, ZVR-Zahlen und Aktenzeichen.